JAZZ

Caecilie Norby
Arabesque

Zitat aus einem Interview :
Erstmals schrieb Caecilie Norby Songtexte auf klassische Stücke, vor allem aus der Zeit des Impressionismus. die die Mehrzahl der hier versammelten 15 Tracks bilden. Auch ein selbstkomponiertes „Nocturne“ ist dabei. „Es war so inspirierend, dass sich um viele Stücke großartige Geschichten ranken. „RimskyKorsakovs „Scheherazade“ zum Beispiel fußt ja auf den Geschichten aus 1001 Nacht. Und bei Ravels „Dead Princess“ fand ich es interessant, über die fragile Seite der flamboyanten, lesbischen Prinzessin Winnaretta de Polignac zu schreiben, der Geldgeberin und Impresaria Ravels, Strawinskys und der Pariser Boheme.“ Norby entdeckte auch Satie und Debussy wieder und fühlte sich sofort geborgen: „Ich hatte keine Quellen und keinerlei Erfahrung damit, nordischen Jazz mit Klassik zu verbinden. Aber ich fühlte mich schon bei der ersten Studiosession Satie viel näher als zum Beispiel Ellington.“ Viermal ist dabei auch die großartige klassischen Pianistin Katrine Gislinge zu hören, mit der Norby erstmals zusammenarbeitete. „Dabei kannten wir uns schon als Kinder, weil unsere Eltern die besten Freunde waren.“ Schließlich ehrt Norby mit dem Bonustrack „How Oft“ auch das Andenken ihres Vaters, von dem die Komposition stammt.
Doch Norby findet nicht nur in den Melodien der Klassik den jazzigen Ton, es geht auch umgekehrt. Mit zwei Songs veranschaulicht sie eindrucksvoll, welcher „Klassiker“ Michel Legrand ist, den sie für den „melodischsten europäischen Komponisten aller Zeiten“ hält.

Der Swing-Standard „Bei mir bist du schoen“ verwandelt sich nicht zuletzt dank Wesseltofts elektronischer Beigaben in eine mitreißende Funk-Nummer. Und dann suchte Norby auch noch die unsentimentale Hymne an „Wholly Earth“ der von ihr sehr verehrten Abbey Lincoln aus, ohne wissen zu können, dass dies zum Tribut post mortem werden würde.
Wie stets lässt sich Norby von einer handverlesenen Schar großartiger Musiker begleiten, neben Danielsson, Wesseltoft und Gislinge auch ACT-Gitarrenstar Ulf Wakenius, Trompeter Palle Mikkelborg, Flötist Hans Ulrik sowie die Drummer und Perkussionisten Anders Engen und Xavier Desandre-Navarre, alle wie sie Fans großer Melodien. Deswegen hat „Arabesque“ dieses enorme Potential, selbst viele begeisterte Anhänger zu gewinnen. Nicht nur Klassikfreunde, Jazzfreaks oder Popfans. Sondern alle, die gute Melodien lieben.

Infos

Künstlerportrait
Caecilie Norby


ZURÜCK
 
Zur Startseite | Impressum | © 2011-2014 CDs am Goethehaus