JAZZ

Nils Landgren
Some Other Time

A Tribute to Leonard Bernstein


"Ich habe Bernstein immer verehrt, als Musiker, als Dirigent, als Komponist, aber einfach auch als Menschen. Seine Musik ist einfach einzigartig, sehr charakteristisch, wie er schreibt. Und immer emotional und menschlich“, sagt Nils Landgren über den großen Komponisten des 20 Jahrhunderts, dem er mit „Some Other Time“ ein persönliches Denkmal setzt. Es ist sein bisher aufwendigstes Albumprojekt geworden, pünktlich zu Landgrens 60sten Geburtstag am 15. Februar 2016. Eine absolute Traumbesetzung fand sich um Mr. Red Horn zusammen: ein famoser Klangkörper von 18 Holz- und Blechbläsern der Bochumer Symphoniker, eine erlesene Jazzband (Jan Lundgren, Dieter Ilg und Wolfgang Haffner), mit Vince Mendoza ein Arrangeur von Weltrang und eine Sängerin für den authentischen New York-Vibe: Janis Siegel von den legendären „The Manhattan Transfer“.

Das Bernstein-Repertoire schlägt einen weiten Bogen, angefangen mit Stücken seines ersten, 1944 geschriebenen und durch die Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra weltberühmt gewordenen Musicals „On The Town“. Daraus stammt auch das titelgebende „Some Other Time“, das man damals wie heute vieldeutig verstehen kann: nostalgisch, futuristisch oder als musikalisches Versprechen. Ebenso beleuchtet werden zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratene Songs für „Wonderful Town“ wie „A Quiet Girl“, außerdem „A Simple Song“ aus Bernsteins 1971 komponierter „Mass“. Das Herzstück indes liefert natürlich die „West Side Story“, von der Ouvertüre „America“ über „Maria“ und „Cool“ bis zu „Somewhere“. In jedem Sinn grenzenlose Melodien und Musik aus der raren Kategorie der zeitlosen Meisterwerke. Hier neu und auf ihre individuelle Weise zum Leben erweckt von Musikern, die dadurch ein anderes Bernstein-Credo mit Leben erfüllen, das in diesen Tagen aktueller denn je ist: „Das ist unsere Antwort auf Gewalt: Intensiver, schöner und hingebungsvoller zu musizieren als je zuvor.“

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