KÜNSTLER-PORTRAIT

Tango Negro Trio

Juan Luis Caceres entführt uns mit seinem Projekt, dem Tango Negro Trio, auf eine Zeitreise in die Geschichte des Tango, die diesem seine starken populären Wurzeln zurückgeben will. Am Ende dieser Reise finden wir die brasilianische Murga, die argentinische Milonga, den afrikanischen Candombe und die kubanische Habanera – die schwarze Seele des Tango, die in Argentinien gerne vergessen und verdrängt wird.

Mit rauchig-lasziver Stimme erzählt Caceres vom Leben in Buenos Aires, von Heimweh, Exil und den Wunden der Zeit, webt ein schillerndes Geflecht aus musikalisch-historischen Querverweisen und sozialer und politischer Realität.

Juan Carlos Caceres, der "Paolo Conte Südamerikas" (wie dieser begann er erst mit über 50 zu singen), wurde 1936 in Buenos Aires geboren und lebt seit 1968 in Paris. Er ist Sänger, Pianist, Komponist und Maler; einer der wenigen Künstler, die sich mit den schwarzen Wurzeln des Tango auseinandersetzen, seiner komplexen Beziehung zu afrikanischen und latino-indianischen Rhythmen und Tänzen auseinandersetzen.

Musikalischer Rebell und Dissident, misstraut er allen Orthodoxien, besonders jener des Tango. Seine Klangsprache vereint Jazz und Tango; so war er zu Beginn seiner Karriere der Botschafter des Jazz im Land des Tango und wurde später zum Missionar des Tango in Europa.

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